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Beschreibung
Artimino
ist durch die Medici-Villa La Ferdinanda bekannt. Der Ort liegt in einer wunderschönen Hügellanschaft, inmitten des berühmten
Weinanbaugebietes des Vino di Carmignano, ein Gebiet, das bereits von
Cosimo de' Medici geschätzt wurde.
Die schönste Medici-Villa ist nur wenige Minuten entfernt, in
Poggio a Caiano. In etwa 15 Minuten erreicht man
Prato, den Hauptort der Provinz, Montelupo
Fiorentino, Empoli oder Vinci. Die Kulturmetropole
Florenz kann man in etwa 20 Autominuten erreichen.
GESCHICHTE
Der etruskische Ursprung
Artimino oder Artumena, wie die Etrusker diesen Ort nannten, war bereits ab dem 8.Jh.v.Chr. von großer Wichtigkeit. Davon zeugen noch heute die Grabkammern im Hügeldreieck von Comeano, Poggio a Caiano und Artimino.
Die Römer
Nach dem Verfall des etruskischen Reiches folgten die
Römer. Während der römischen Herrschaft wurden hier bereits
Wein und Oliven angebaut. Die einst starke römische Präsenz ist noch heute ganz besonders an den Namen der Orte oder den Gutshäusern erkennbar.
Das Mittelalter
Im 10. Jahrhundert wurde die Festung von Artimino (Castello di
Artimino) errichtet. Da sie sich in einer strategisch günstigen Lage, auf halber Strecke zwischen Florenz und Pistoia befand, war
sie von beiden Städten hart umkämpft. In der Mitte des 14. Jahrhunderts fiel
Artimino schließlich definitiv unter die Herrschaft der
Florentiner.
Cosimo I. de' Medici erwarb schließlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts das gesamte Hügelgebiet sowie die Wälder um Artimino. Hier wollte er sein
königliches Jagdrevier schaffen, den Parco
Reale, der zu dieser Zeit als Barco bezeichnet wurde. Der Park reichte vom Fuße der Hügel von Artimino bis Vinci und sollte von einer Mauer umschlossen werden, damit das Wild nicht entkommen konnte und es vor Wilddieben zu schützen.
In dieser Zeit, der Mitte des 15. Jahrhunderts, war die
Jagd sehr einträglich, da sie nicht nur Fleisch zum Konsumieren einbrachte, sondern auch wertvolles Leder und Felle.
Ferdinando I. kaufte schließlich das Anbauland und die Häuser von Artimino, wo man schließlich die
königliche "Fattoria" (dt. Gut) unterbrachte.
Großherzog Ferdinando I. liebte Artimino nicht nur wegen der Jagd, sondern auch wegen der reinen Luft und dem milden Mittelmeerklima, von dem er immer in einem Brief an seine Frau Christina von Lothringen, am 3. Januar 1596, schwärmte:
"Meine königliche Hoheit, heute war ich in Artimino und glaubt mir, ich habe dort den Frühling gefunden."
Eines Tages, als sich Ferdinando I. auf dem Gipfel des Hügels befand, rief er den
Architekten Bernardo Buontalenti zu sich und sagte:
"Genau um diesen Ort herum, wo du mich jetzt siehst, möchte ich einen Palast, der für mich und meinen gesamten Hof genügt; Kümmere du dich darum, aber beeil' dich."
Im Jahre 1594 konnte der Großherzog mit seinem Hof in die
Medici-Villa La Ferdinanda einziehen.
Die Medici-Villa "La Ferdinanda"
Die Villa hat eine rechteckige Form mit Türmen an beiden Seiten, die an eine Festung erinnern. Sie wird auch auf Grund ihrer zahlreichen Kamine im Volksmund als
Villa dei cento camini (Villa der hundert Kamine bezeichnet). Insgesamt verfügt La Ferdinanda über
56 Räume. Darunter sind herrliche, zu mietende
Festsäle, kleine Kappellen, Weinkeller sowie das
etruskische Museum.
Zur Villa gehören auch
zwei Nebengebäude aus derselben Zeit der Medicivilla. Das Erste wurde einst wegen seiner Struktur als
Corridoio (Korridor) bezeichnet und ist heute als
Paggeria bekannt. Dieses Gebäude war die Unterkunft von den Untertanen der Medici und ist heute das Hotel
Paggeria Medicea. Im zweiten Gebäude, dem Palazzo del Signor Biagio
Pignatta findet man den gleichen architektonischen Stil der Paggeria wieder. Der Name stammt vom
Butler des Großherzogs Ferdinando, der dort
im ersten Stock lebte. Im Erdgeschoß befand sich der Reitstall des Hofes.
Das Gebäude beherbergt heute das
Restaurant Biagio Pignatta, in dem man sowohl köstliche lokale als auch internationale
Gerichte, vom Wein der Fattoria di Artimino begleitet, kosten kann. Die Fattoria ist im antiken Dorf, etwa 400 m von der Villa entfernt.
In den antiken Steinhäusern des romantischen Dorfes sind heute die exklusiven
Ferienwohnungen von Artimino untergebracht.
Von
insgesamt 732 ha Land, werden auf etwa
70 ha Land in Südhanglage Weinreben wie
Sangiovese, Canaiolo, Cabernet Sauvignon usw. angebaut, woraus dann berühmte Weine wie der
Barco Reale oder Vin Santo entstehen.
Die Olivenhaine sind auf etwa 180 ha Land verteilt. Das kaltgepreßte Olivenöl der Fattoria ist ebenso von hervorragender Qualität. Diese Produkte sowie köstliche Snacks kann man auch in der
Cantina del Redi sowie im Salone di Bacco in Artimino kosten. Die in der Fattoria hergestellten Produkte sind
außerdem im Gutsladen erhältlich.
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