Das Palio von Siena

Das Palio von Siena

Zweimal im Jahr findet das historische Pferderennen mit dem Namen Palio, in der Piazza di Campo in Siena statt:
Der erste Termin ist der 2. Juli mit dem Palio per la Madonna di Provenzano.
Am 16. August findet das Palio per l’Assunta statt.
Die Pferde werden von den sogenannten Fantini geritten. Entstanden ist dieser Wettkampf um das 17. Jahrhundert, als die jungen Soldaten diesen als Training für den Kriegsfall nutzten.

Die Contrade (Stadtbezirke) hatten zu dieser Zeit noch die Funktion als Gemeindeorgane.
Der Contrada-Sitz war die Pfarrkirche.
Die Stadtbezirke hatten damals die Aufgabe, die jungen Männer militärisch zu formen.
Im 13. Jahrhundert war die Anzahl von Kontraden und einflußreichen Familien (42) gleich.
Die Anzahl der Stadtbezirke sank jedoch im Laufe der Jahrhunderte.
1730 wurden die noch heute existierenden Grenzen der 17 Stadtbezirke beschlossen. Nur zehn Contrade können jeweils am Rennen teilnehmen.
Dazu gehören die sieben Contrade, die das Vorjahr nicht teilgenommen haben sowie drei, die ausgelost werden. Während der Vorbereitungszeit, werden die Pferde vom sogenannten Barbaresco (dt. Berber) gepflegt.

Das Palio von Siena

Das Palio von Siena

Jede C“ organisiert am Abend vor dem Rennen ein Festessen, an dem auch Besucher teilnehmen können.
Die Teilnahmekarten kann man bei den einzelnen Contrad erwerben.
Am darauffolgenden Tage wird das Pferd vor dem Rennen in der Pfarrkirche gesegnet.
Anschließend nehmen alle Stadtbezirke, mit den Fahnenschwenkern, in historischen Gewändern, am historischen Umzug teil.
Gegen 20 Uhr abends beginnt das Rennen. Alle Mittel sind erlaubt, was von den Reitern auch voll ausgenutzt wird.
Der Sieger erhält als Trophäe das sogenannte Palio (ein Stofftuch) mit dem Abbild der Jungfrau Maria, das von bekannten Künstlern angefertigt wird.

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