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Tipps 2010-10-15T18:53:55+00:00

Tipps für den Notfall:

Ausweis gestohlen/verloren
Trotz Schengener Abkommens und offener Grenzen benötigt man auch weiterhin zum Grenzübertritt ein gültiges Ausweispapier. Auch verlangen Fluggesellschaften einen Identitätsnachweis.Beim Verlusst sollten Sie diesen zuerst bei der örtl. Polizeidienststelle anzeigen.  Die zuständige deutsche Auslandsvertretung kann einen „Reiseausweis zur Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland“  ausgestellen.Es werden dazu neben dem Anzeigepapier der Polizei, 2 Passfotos sowie Führerschein (oder die beglaubigte Kopie des gestohlenen oder verloren gegangenen Ausweises) zur Feststellung der Identität. Sollte dies nicht möglich sein, so wird über die innerdeutsche Passbehörde um die Bestätigung der Personendaten gebeten. Normalerweise ist dies nur an Werktagen sowie während der offiziellen Öffnungszeiten möglich. Die Ausstellung des „vorläufigen Ausweises“ ist nicht kostenlos und kostet ca. 21,- Euro. In dringenden Fällen, dh. bei Ausstellung am selben Tag ist die Gebühr etwas höher (ca. 29,- Euro. Nach Angaben der Botschaft in Italien sind für Rückreisen per Auto oder Bahn nach Deutschland sind bei Grenzübertritt auch die Vorlage der polizeilichen Anzeige ausreichend. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall sich mit den deutschen Auslandsvertretungen in Verbindung zu setzen.

Nützliche Tipps:

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Die meisten Geschäfte sind geöffnet von 9.00/10.00 bis12.30/13.00 Uhr. Am Nachmittag öffnen die Geschäfte in Städten im Winter zwischen 15 und 16 Uhr, bis etwa 19.30/20.00 Uhr. In den Sommermonaten und insbesondere während der Hauptsaison sind in den Urlaubsorten die Geschäfte auch abends geöffnet. Daher ändern sich einmal wegen der Hitze sowie da sich die Menschen überwiegend am Strand aufhalten auch am Nachmittag. Die Geschäfte öffnen dann meist erst von 17 bis 19.30/20.00 und dann wieder ab etwa 21.30 bis Mitternacht. Supermärkte haben morgens teilweise schon ab 8 bzw. 8.30 geöffnet. Größere sind auch durchgehend geöffnet. Im Allgemeinen bis 19.30/20 Uhr. In den Urlaubsorten sind viele große Supermärkte während der Sommermonate auch bis 21 Uhr geöffnet.

Apotheken:
Im allegemeinen sind die Apotheken von Montag bis Samstag, von 8.30 – 13.00/16.00 – 19.30 Uhr geöffnet. Bei Notfällen haben immer eine (in kleinen Städten) oder mehrere Apotheken Notdienst (Farmacia di turno).  Jede Apotheke hat ein Schild mit den Apotheken, die Notdienst haben. Es gibt seit einigen Jahren auch in vielen Orten so genannte Parafarmacia. Es handelt sich hier um Apotheken, die rezeptfreie Mittel verkaufen.

Banken/Bargeld/Karten:
Die italienischen Banken sind von Montag bis Freitag am Morgen von ca. 8/8.30 bis ca. 13/13.30 geöffnet und am Nachmittag von ca. 14.30 bis 15.30/16.00 (je nach Bank). Die meisten Banken haben mittlerweile in der Filiale ein ähnliches System wie an der Frischetheke im Supermarkt: man muss eine Nummer ziehen. Viele Banken haben sowohl draußen als auch im Inneren einen Geldautomat (Bancomat). Während der Hauptsaison kann es auch in Urlaubsorten, insbesondere am Wochenende vorkommen, dass die Banken nicht mehr genügend Geld im Geldautomat haben und danach evtl. nur noch ihre Kunden Geld abheben lassen. Es gibt auch Unterschiede beim Höchstbetrag. Man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man noch Ferienwohnung etc. zahlen möchte. Viele kleine Lokale wie Osterien und Pizzerien haben nicht die Möglichkeit mit Scheck- oder Kreditkarte zu zahlen.

Pronto Soccorso/Guardia Medica:
Hat man ein gesundheitliches Problem so haben viele Orte (auch ohne Krankenhaus) einen Pronto Soccorso oder eine Guardia Medica. Diese behandeln normalerweise kostenlos. Bei anderen Arzt- (medico) bzw. Zahnarztbesuchen (dentista) muss man im Allgemeinen den Betrag zahlen, sodass der Abschluss einer Reisekrankenversicherung lohnt.

Tankstellen:
Meist sind die Tankstellen nur an den Autobahnen rund um die Uhr geöffnet. An viel befahrenen Landstraßen oder auch an Schnellstraßen kann es vorkommen, dass ein Autogrill sowie die Tankstelle geöffnet sind. Ansonsten öffnen die Tankstellen vormittags von 7.00 oder 7.30 Uhr bis 12.30/13.00 Uhr und am Nachmittag von 15.00/15.30 bis etwa 19.30/20.00 Uhr. Im Allgemeinen ist in der Nähe des Zahlhäuschens mit Bedienung und etwas weiter weg die günstigere Selbstbedienung Fai da te. An Sonn- und Feiertagen sind nicht alle Tankstellen geöffnet. Im Allgemeinen findet man den Benzinaio di Turno an jeder geschlossenen Ortstankstelle angeschrieben.

Kirchen:
Sollte man während der heißen Sommermonate die Kunst- und Kulturstädte besuchen, so sollte man bedenken, dass man Kirchen nicht mit zu kurzen Hosen bzw. mit ärmellosen T-Shirts oder Tops betreten kann. Frauen bedecken ihre Schultern oftmals mit einem Tuch.

Bars:
Die italienischen Bars kommen den deutschen Cafès sehr nahe. Am Morgen nimmt der Italiener hier sein kleines Frühstück ein, das aus einem Cornetto vuoto (ohne Füllung), con la marmellata oder con la crema sowie einem Caffè Macchiato (ein Espresso mit etwas Milch in kleiner Espressotasse) oder einem Cappuccino (ein Espresso mit viel aufgeschäumter Milch aufgefüllt, in einer normalen Tasse) oder einem Latte Macchiato (glas warmer oder kalter Milch mit einem Schuss Espressokaffee). In der Bar kann man zu Mittag auch kleine Snacks, teilweise Pizzastücke, Schiaccia (eine Art Pizza-Brot, teilweise belegt oder unbelegt), Panini (belegtes toskanisches Weißbrot), Salate etc. essen. Viele Bars bieten am Abend ab 18.00 Uhr auch Happy Hour an. Da genügt es ein Getränk zu kaufen und man kann dort zahlreiche Snacks vom Buffet verkosten, die eigentlich schon einem Abendessen gleichen. In der Bar zahlt man normalerweise vorher; dh. man geht zu Kasse, sagt dort, was man möchte und geht dann mit dem Kassenzettel (Scontrino) zur Bar und erhält dann das Gewünschte.  Tatsächlich steht in vielen Bars ein Schild auf Italienisch: Si prega di fare prima lo scontrino alla cassa! Nur verstehen das leider nicht alle… Dazu noch ein Tipp: man sollte sein Getränk immer selbst, direkt an der Theke holen und sich dann setzen. Lässt man sich bedienen, so gibt es einen Preisaufschlag! Die Preise für Espresso, Cappuccino ecc. an der Theke sind gesetzlich festgelegt.

Pasticceria:
Ist die Konditorei. Viele Pasticcerie haben auch eine kleine Bar dabei, die am Morgen auch zum Frühstücken (italienisches Frühstück!) sowie ab dem späten Nachmittag geöffnet ist. Ist der Italiener eingeladen, so bringt er gerne dolce mit, sodass diese auch am Abend noch gut verkaufen.

Pizzeria:
Die Pizzerien sind mittags generell geschlossen. Pizza ist für den Italiener kein Mittagessen. Zwar ist es in vielen Touristenorten so, dass man mittlerweile Pizzastücke kaufen kann, das ist aber nicht Teil der italienischen Kultur und somit findet man diese auch nicht in kleineren Orten.

Ristorante/Spaghetteria/Osteria:
Ristorante ist die elegantere Art, ein Restaurant, während Spaghetteria und Osteria mehr einem deutschen Gasthof ähneln. Die meisten haben sowohl mittags als auch abends geöffnet. Die Öffnungszeiten sind i.A. von 12.00 bis 15.00 und am Abend von 19.00/19.30 bis etwa 22/23 Uhr.

Plätze:
Auf vielen Plätzen in historischen Zentren, Stufen zu Sehenswürdigkeiten ist es nicht mehr gestattet Pausen einzulegen und dort einen Snack einzunehmen. In einem solchen Falle ist das Verbot durch Schilder gekennzeichnet. Sollte man sich nicht daran halten, so wird man mit einem Bußgeld bestraft.

Adapter:
Werden nur für Schuko-Stecker benötigt. Sollten Sie Ihren Zuhause vergessen haben, so findet man ihn in jedem größeren Supermarkt oder im Elektrofachgeschäft.

Rauchverbot:
Seit dem 01.01.2005 ist das Rauchen in allen öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln, öffentlichen und privaten Büros mit Publikumsverkehr, Geschäften, Restaurants, Bars und Diskotheken verboten. Schilder „Vietato Fumare“ machen auf dieses Verbot aufmerksam. Es darf nur in speziellen und von den öffentlichen Räumen getrennte Räumlichkeiten, welche den vorgeschriebenen Normen entsprechen müssen und die mit entsprechender Lüftung ausgestattet sein müssen, geraucht werden. Das Zuwiderhandeln wird mit Geldbußen zwischen 27,50 Euro bis 275,- Euro bestraft; der Betrag verdoppelt sich, sollten sich Schwangere oder Kinder in der Nähe aufhalten. Wirte sind verpflichtet, Raucher anzuzeigen und müssen, im Falle von Unterlassung, mit Geldbußen zwischen 220,- und 2.200,- EUR rechnen; außerdem kann das Lokal geschlossen werden.

Hohe Geldstrafen beim Erwerb von Plagiaten:
Vorsicht beim Erwerb von gefälschten Markenartikeln wie Uhren, Taschen, Sonnenbrillen etc., die alla luce del sole, dh. meist öffentlich an vielen Plätzen, am Strand oder auch an Märkten angeboten werden. Das italienische Gesetz sieht dafür hohe Geldbußen vor (bis zu 10.000 Euro). 

Briefmarken:
Briefmarken findet man neben den Postämtern (Ufficio Postale) auch in Tabakläden (Tabacchi) oder dort wo Ansichtskarten verkauft werden. Beim Kauf einer Ansichtskarte sollte man gleich nach einem Francobollo, einer Briefmarke fragen. Für einen Brief oder eine Postkarte benötigt man eine Briefmarke von 65 Cent. Insbesondere während der Sommermonate scheint die italienische Post oftmals überlastet, sodass eine Postkarte auch schon einmal länger unterwegs sein kann.

Hunde:
Es gab zeitweise eine Liste gefährlicher Hunde, die allerdings 2009 wieder abgeschafft wurde. Grundsätzlich sollte man wissen, dass Leinen- und Maulkorbpflicht besteht (letzteres sollte man einfach nur mitführen) und dass die Exkremente entfernt werden müssen. In manchen Gemeinden wird auch das Mitführen von Tüten o.ä. kontrolliert. In Zügen zahlen kleine Hunde, die in einer speziellen Transporttasche mitgeführt werden nichts, während große Hunde ein Bahnticket zahlen und Maulkorbpflicht haben.