Wetter & Klima Toskana

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Wetter & Klima Toskana 2015-06-08T21:44:02+00:00

Das Klima in der Toskana hat je nach Gebiet völlig unterschiedliche Charakteristiken; es wird in erster Linie vom Meer im Westen beeinflusst als auch von den Appenninen im Norden und im Osten. Das Klima an der toskanischen Küste ist ein typische mediterran-mildes Klima, mit Durchschnittstemperaturen im Norden um die 15 °C von der nördlichen Maremma-Küste bei Cecina, die in Richtung Süden um 1 bis 2 Grad ansteigen. So liegen die Durchschnittstemperaturen im Monat Januar bei 8-10 °C (Mindesttemperaturen nur selten unter null), mit teilweise auch höheren Temperaturen, insbesondere auf den Inseln des südl. Archipels. Die Durchschnittstemperaturen im Monat Juli liegen bei ca.  23 bisi 25 °C (Höchsttemperaturen normalerweise unter 35 °C). Am Mildesten ist es auf den südlichen Inseln des toskanischen Archipels, wo die Tagestemperaturen problemlos, mitten im Winter bei 15 °C liegen, während es vor den Apuanischen Alpen am kältesten ist, wo im Winter auch Temperaturen unter null vorkommen.

Das Klima des flachen Hinterlandes der Toskana (von der Küste in Richtung Florenz) hat Durchschnittswerte, die etwas unter denen der Küste liegen. Die Durchschnittstemperaturen im Januar liegen zwischen  4 °C und 7 °C, während diese im Juli um die 24 °C bis 26 °C liegen.

Der Hauptunterschied zur Küste liegt somit in den wesentlich niedrigeren Durchschnittstemperaturen während der kühleren Jahreszeit, die auch im Winter in die Minusgrade gehen können. Im Gebirge bzw. höheren Lagen tendieren die Temperaturen noch weiter nach unten zu gehen, etwa 0,7-0,8 °C pro 100 m. Die kältesten Gebiete sind um Pistoia und Arezzo. Bei einem relativ kalten Winter in den Bergregionen der Toskana kommt es im Winter zu reichlich Schneefall (durchschnittlich -1 °C bei 800 m Höhe) und sommerlichen Höchsttemperaturen (durchschnittlich +28 °C im Juli in 800 m Höhe).

Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Monat Juli die geringste Bewölkung aufweist, während die Monate November, Dezember, Januar,  Februar sowie auch April ein relativ hohes Wolkenaufkommen haben.

Regen

Entlang der Versiliaküste erreicht der Niederschlag Höchstwerte von 900 bis 1100 mm, die auf etwa 90-100 Tage pro Jahr verteilt sind. Der Grund für den hohen Niederschlag ist die Lage am Meer sowie die Nähe zu den Apuanischen Alpen, welche den unterschiedlichsten Winden ausgesetzt ist (Westwind, Südwestwind und Südwind). In der Versilia, entlang der pisanischen Küste sowie im nördlichen Teil der livornesischen Maremma-Küste konzentrieren sich die Regentage auf das Frühjahr sowie den Herbst. Weiter, vom Süden der Provinz Livorno entlang der Maremma-Küste, geht die Anzahl der Regentage noch weiter zurück; in der Maremma der Provinz Grosseto gehen die Regentage auf weniger als 60 zurück, mit Mindestwerten an der Argentario-Küste sowie auf den südlichen Inseln wie Pianosa. Entlang der Maremma-Küste sind die meisten Regentage im Herbst sowie im frühen Frühjahr, während sich die Regentage auf den südlichen toskanischen Inseln auf den Herbst konzentrieren. Im Hinterland gibt es mit ca. 900 mm auf etwa 70 Tage verteilt den geringsten Niederschlag im Val d’Orcia, im Val di Chiana sowie den Crete Senesi, am Rande der Appenninen nimmt der Niederschlag zu (> 900 mm).  Das Gebirge, dh. die Apuanischen Alpen sowie die tosco-emilianischen Appenninen, weist mit über 2000 mm Niederschlag pro Jahr die höchsten Niederschlagswerte auf. Im Winter sind die Gebirgsspitzen oft eingeschneit

Das Klima

Mit Berücksichtigung der Temperaturen sowie der Regenfälle, kann man die Toskana in drei Hauptklimazonen einteilen:

  • Die Küste mit mediterranem Klima, nur selten  Frost und mit 2 Monaten Trockenheit im Sommer um Livorno, Bibbona, Suvereto, Grosseto, Orbetello und Alberese.
  • Das Hinterland (Flachland und Hügelbereich) mit Submediterranem Klima.
  • Das Gebirge mit gemäßigt frischem Klima.

Klimazonen

Allerdings kann man die Toskana in 14 genauere Klimazonen einteilen:

  1. Apuanischen Alpen
  2. Appenninen
  3. Nördliche Unterappenninen: betrifft die Appenintäler und Erhebungen im Süden sowie der zentralen Toskana.
  4. Nördlicher Gebirgskamm
  5. Östlicher Gebirgskamm
  6. Gebirgsrand: betrifft sowohl die Gebirgsränder der Appenninen als auch die Gebirge der süd-zentralen Toskana.
  7. Zentrales Hügelgebiet: westliche- sowie Zentral-Toskana, hügeliges Hinterland der Provinz Livorno (inklusive den westlichen Hügelbereich der Insel Elba), Pisa, Lucca sowie Pistoia; im Zentrum gehören dazu der Montalbano, das gesamte Chianti-Gebiet zwischen Siena und Florenz, die Gegend um Siena (Senese), die Colline Metallifere, ein Teil des Chianti Aretino, des Val di Chiana sowie des Valtiberina. Desweiteren gehören zu dieser Klimazone die Hügel im Tal des Flusses Ombrone (bei Grosseto) sowie unterhalb des Amiatas die Hügel um die Flüsse Albegna und Fiora.
  8. Hinterland: betrifft das flachere Hügelland sowie die Täler der Provinzen Siena und Arezzo sowie das Tuffsteingebiet (Pitigliano etc.) der Provinz Grosseto.
  9. Täler des Hinterlandes: alle niedrigen Täler im Hinterland, bis hin zur Küste im Süden der Cecina-Flussmündung.
  10. Valdarno: beinhaltet das Valdarno mit den Städten Florenz und Arezzo.
  11. Piana pisana: die pisanische Ebene umfasst die Küste sowie das Flachland zwischen der Apuanischen Küste, der Versilia und der K+ste vor Pisa, Livorno, bis in in das Valdarno, das Flachland vor Lucca und das Valdinievole.
  12. Val di Cornia: von der Küste bei Piombino im südlichen Teil der Provinz Livorno sowie einem großen Teil des Val di Cornia.
  13. Grossetano: umfasst den nördlichen sowie zenrtralen Bereich der Provinz Grosseto, bis hin in das Flachland des Tuffsteingebietes, den nord-westlichen Teil der Insel Elba sowie die übrigen Inseln des toskanischen Archipels.
  14. Basso grossetano: die „untere Provinz Grosseto“, dh. der Süden und betrifft somit die gesamte Küste südlich von Grosseto sowie das unmittelbar angrenzende Flachland und seine sanften Hügeln, den östlichen Teil der Insel Elba, das gesamte Argentario-Gebiet, bis hin in das Latium.

Die Jahreszeiten und ihr Klima

Der Winter, dh. die Monate Dezember, Januar und Februar sind von der Durchreise der letzten atlantischen Störungen im Dezember charakterisiert und macht dann dem Aufkommen eines, von den Azoren kommenden Hochdruckgebietes Platz, das sich oftmals mit einem aus Sibirien kommenden Hochdruckgebiet vereint, was stabiles Wetter im Monat Januar und Anfang Februar garantiert. Dieses Hochdruckgebiet kann gestört werden, was zu tiefen Temperaturen und Schnee führen kann. Die zweite Februarhälfte bekommt noch etwas von der kalten Luft mit, was sich insbesondere im Norden bemerkbar macht. Während dieser Zeit reaktiviert sich der vom Atlantik kommende Luftstrom mit teilweise schlechten Wetterphasen, insbesondere im nördlichen Teil der Region und dem Einfluss von milden Temperaturen und Sonne.

Der Frühling, dh. die Monate März, April und Mai sind von sehr unterschiedlichen Luftströmungen charakterisisiert, die auch das Wetter bestimmen. Insbesondere während der Monate März und April wechseln sich sehr milde Temperaturen mit Höchstwerten die auch die 20 °C übersteigen mit sehr kurzen, aber plötzlich erscheinenden kalten Tagen ab, deren Mindesttemperaturen auch nahe null sein können. Im Mai beginnt die Temperatur zu steigen, sodass in der zweiten Maihälfte, insbesondere in der südlichen Toskana, bereits sommerähliche Temperaturen vorkommen können. Während dieser drei Monate können auch aus dem Atlantik kommende Tiefdruckgebiete insbesondere in der nördlichen Region zu Regen führen. In der südlichen Toskana beginnt bereits die Trockenheit.

Der Sommer, dh. die Monate Juni, Juli und August, garantiert eine lang anhaltende Stabilität, die allerdings zeitweise durch Gewitter, insbesondere während der ersten Juni-Hälfte als auch in der zweiten Augusthälfte, getrübt werden kann. Der Juli ist der heißeste und trockendste Monat in der gesamten Region.

Der Herbst, dh. die Monate September, Oktober und November ist die regenreichste Jahreszeit in der Toskana. Während der September normalerweise noch relativ stabil ist, so haben die Monate Oktober und November einen relativ hohen, teilweise sogar sehr intensiven Niederschlag. An sonnigen Tagen können die Temperaturen im Oktober über die 25 °C – Grenze gehen. Im Monat November hingegen findet der größte Temperaturwechsel statt, mit angenehmen Höchsttemperaturen, die allerdings ruckzuck zurückgehen und winterliche Temperaturen erreichen können.