Von Pisa in südliche Richtung

Von Pisa in südliche Richtung

Casciana Terme wurde während des römischen Imperiums als Castrum de Aquis bezeichnet. Einige Jahrhunderte später gehörte es den Bischöfen von Pisa, gefolgt von der Republik Pisa. Es gibt eine Legende, die besagt, dass die heilenden Gewässer von einer Amsel der Gräfin Matilde entdeckt worden seien. Die kranke Amsel, sei nach dem Kontakt mit dem Wasser geheilt worden. Daraufhin ließ die Gräfin die ersten Kuranstalten erbauen. Die nächste Station ist Montecatini Val di Cecina, das sich an den Ausläufern der pisanischen Hügel (it. „Colline Pisane“) befindet. Bis 1907 handelte es sich um einen verhältnismäßig großen Ort, der hauptsächlich von der Kupfermine lebte. Der antike Name des Ortes war Castrum Montis Leonis und wurde erstmals in Dokumenten aus dem 11. Jahrhundert erwähnt.

Das Gefängnis von Volterra - Pisa Toskana

Das Gefängnis von Volterra – Pisa Toskana

Montecatini Val di Cecina hat einen wunderschönen antiken Ortskern, der noch heute an vergangenen Jahrhunderte erinnert. Darüberhinaus kann man noch heute die Reste der Burg, die zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert errichtet wurde. Im Zentrum lohnt es sich den Palazzo Pretorio (heute Gemeindesitz), die Pfarrkirche S. Biagio sowie die Ruinen der mittelalterlichen Burg von Querceto zu besichtigen.

Stadttor von Volterra - Pisa Toskana

Stadttor von Volterra – Pisa Toskana

Volterra befindet sich auf einem Hügel, in 555 m Höhe, etwa 65 km von Pisa entfernt. Der Hügel war ursprünglich ein Vulkan, der heute erloschen ist. Volterra ist unter anderem für die Verarbeitung von Alabaster bekannt. Nicht einmal die umliegenden Hügel von Pienza kann man mit diesem Panorama vergleichen. Volterra war bereits zur Eisenzeit besiedelt. Seit dem 8. Jh.v.Chr. war die Stadt unter dem Namen Velathri von den Etruskern besiedelt. Im 4. Jh.v.Chr. erreichten die Etrusker hier ihre wirtschaftliche Blütezeit. Wie Ausgrabungen beweisen, war die Stadt von einer Stadtmauer von insgesamt 7 km umgeben. Seit dem 3. Jh.v.Chr. stand Volterra unter dem Namen Volaterrae unter römischer Herrschaft. Der Ort wurde im 5. Jahrhundert Bischofssitz.

Das römische Theater "Teatro Romano" Volterra Toskana

Das römische Theater „Teatro Romano“ Volterra Toskana

Im 14. Jahrhundert ging es schließlich an Florenz und im 16. Jahrhundert, an das Großherzogtum Toskana. Für einen Stadtbesuch empfiehlt sich, im Zentrum, mit der Piazza dei Priori zu beginnen. Auf der Piazza befindet sich der Palazzo dei Priori, der noch heute Sitz der Gemeinde ist. Gegenüber befindet sich der Palazzo Pretorio, der einst Sitz des Capitano del Popolo (dt. Volkstribun) war. Hinter dem Platz befindet sich die Piazza S. Giovanni mit Dom. Gegenüber dessen befindet sich das Baptisterum, im römischen Stil, aus dem 12. Jahrhundert.

Alabasterwerkstatt Volterra - Pisa Toskana

Alabasterwerkstatt Volterra – Pisa Toskana

Nicht weit entfernt steht das Stadttor Porta all’Arco aus dem 4. Jh.v.Chr., welches das einzige erhaltene Stadttor etruskischer Herkunft ist. Dieses Tor wurde beim Bau der Stadtmauer integriert. Nach wenigen Metern erreicht man den Parco Archeologico (dt. archäologischer Park), wo sich die Ausgrabungen der Akropolis sowie die Fundamente des antiken Tempels befinden. Vom Park sieht man die eindrucksvolle Fortezza (dt. Festung), in der sich heute ein Gefängnis befindet. Das etruskische Museum Guarnacci wurde im 18. Jahrhundert von Monsignor Mario Guarnacci gegründet. Außerhalb der Porta Fiorntina (dt. Florentinisches Tor) befinden sich die Ruinen des antiken römischen Theaters, das im 1. Jahrhundert errichtet wurde. Direkt daneben sind die Thermen.

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2015-07-03T11:54:48+00:00 3 Juli 2015|Categories: Ausgewählte Artikel, Geschichte, Pisa, Sehenswürdigkeiten|Tags: , , , |0 Kommentare

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