Nord-Östliche Reiseroute, durch das
Tibertal und das Casentino
Wenn man von Arezzo in nord-östliche
Richtung fährt, kommt man zuerst nach Anghiari,
einem kleinen Ort, der 1440 durch den Sieg des
florentinischen Militärs - gegen die Visconti aus Mailand -
zu Ruhm gekommen war. Von der Straße am Ortseingang hat man
einen herrlichen Blick auf das Tiber-Tal, bis hin nach
Sansepolcro. Die nächste Station ist Monterchi. In der Kapelle von Monterchi befindet
sich das Hauptwerk von Piero della Francesca, die Freske La Madonna del Parto.
Von Monterchi fährt man dann nach Sansepolcro (35 km
von Arezzo entfernt) mit einer quadratischen Stadtmauer
sowie Renaissance- und Barockgebäuden. Weiter im Norden
befindet sich Caprese Michelangelo, der Ort, in dem im
Jahre 1745 Michelangelo geboren wurde. Sein Vater Ludovico
Buonarotti stammte ursprünglich aus Florenz und war von der
florentinischen Regierung nach Caprese gesandt worden, um
dort das Amt des Bürgermeisters (altitalienisch Podestà)
auszuüben. Oberhalb des Ortes befindet sich das Schloß
aus dem 14. Jahrhundert, welches heute ein kleines Museum
über die Werke Michelangelos. Gegenüber befindet sich la
casa del podestà, (dt. das Haus des Bürgermeisters),
welches auch das Geburtshaus von Michelangelo ist.
Fährt man weiter in Richtung Norden, dem
Casentino, so ist die nächste Etappe unserer Reiseroute Chiusi
della Verna. Danach kommt man nach Bibbiena,
eine kleine Hügelstadt mit etruskischen Wurzeln. Im
Mittelalter stand sie unter der Herrschaft der Bischöfe von
Arezzo. Aus dieser Zeit stammen die Palazzi wie der Palazzo
Dovizi. Die Reiseroute geht noch weiter in Richtung
Norden, nach Poppi, dem Herzen des Casentino. Hier
hatten ab dem 12. bis zum 15. Jahrhundert die Grafen (it.
Conti) Guidi ihren Sitz. Das mittelalterliche Schloß
beherbergt heute eine Bibliothek und eine Kapelle mit
Fresken von Taddeo Gaddi. In der Nähe von Pratovecchio
wurde um das 9. Jahrhundert auf den Ruinen einer Kirche die
Pieve di San Pietro di Romena (it. pieve = dt.
Pfarrei) errichtet. Die letzte Station unseres
nord-östlichen Ausfluges ist Camaldoli. Der Name
Camaldoli stammt vom Grafen Conte Maldolo von Arezzo und
daraus wurde somit: "Ca' Maldoli".