Die Stadt Florenz
Auf der Piazza del Duomo (dt.
Domplatz) befindet sich eine der faszinierensten Kathedralen
der Welt: die S. Maria del Fiore. Sie wurde zwischen
1296 und 1461 erbaut, während die gotische Fassade erst im
19. Jahrhundert fertiggestellt wurde. 1334 übernahm Giotto
die Leitung des Baus, der auch den Campanile (dt.
Glockenturm) plante.
Filippo Brunelleschi stellte hundert
Jahre später die Arbeiten der Kuppel fertig, wobei er eine
neue Baumethode erfunden hatte.
Ganz in der Nähe befindet sich die Piazza
della Signoria, die seit über sechshundert Jahren das
politische Symbol von Florenz ist.
Dort befinden sich der Palazzo
Vecchio (1299 erbaut) und das Museum des Palazzo
Vecchio. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die
berühmteste Kunstgalerie der Welt: die Galerie der
Uffizien, die zwischen 1560 und 1574 von Giorgio
Vasari errichtet wurden. Der Auftraggeber der
Bauarbeiten war Cosimo de'Medici. In der Galerie der
Uffizien befinden sich außer den Werken, welche die
Entwicklung der toskanischen Malerei deutlich machen, auch
Kunstwerke aus Nordeuropa.
Fast neben den Uffizien befindet
sich der Ponte Vecchio, wie der Name bereits
verdeutlicht, die älteste Brücke der Stadt. Diese Brücke
wurde 1345 erbaut und in den kleinen Gebäuden, die sich auf
beiden Seiten entlang der Brücke befinden, waren anfangs
Metzger und Handwerker ansässig, die ihren Müll in den
Arno warfen. Großherzog Cosimo I, der täglich die Brücke
überquerte, um von seiner Residenz Palazzo Pitti zum
Palazzo Vecchio zu gelangen, störte dieser Geruch derart,
dass er daraufhin anordnete, in den Gebäuden Goldschmieden
unterzubringen, deren Schaufenster noch heute diese Brücke
krönen.
Der Palazzo Pitti wurde im Jahre 1457 als Wohnsitz
des Bankiers Luca Pitti errichtet.
Ein Jahrhundert später
wurde er Besitz der Medici, die auch den "Giardino
di Boboli", von 45.000 m2 errichten
ließen. Im Inneren des Palazzo Pitti befinden sich heute
drei Museen: die Galleria Palatina mit Werken von
Raffael, Tizian und Rubens, das Museo degli Argenti
mit einer wertvollen Tafelsilbersammlung und die Galleria
d'Arte Moderna mit toskanischen Gemälden aus dem 20.Jh.
Westlich vom Dom befinden sich imposante Gebäude aus dem
13. bis 15. Jahrhundert, wie der Palazzo Rucellai, Palazzo
Strozzi, Palazzo Antinori, Palazzo Davanzati
und das älteste Gebäude, aus dem 13. Jahrhundert, Palazzo
dei Guelfi. Man sollte auch dem Kloster S. Marco
einen Besuch abstatten, in dem sich Fresken sowie die
Bibliothek von Michelozzo befinden.
Insgesamt gibt es sechs
florentinische Kirchen, die einen Besuch wert sind: Orsanmichele
(1337) und Santa Maria Novella (13.-14. Jh.) mit
vielen Kunstwerken. Die Fresken der Kapellen sind immer von
verschiedenen Künstlern. Die Hauptkapelle ist von Filippo
Strozzi, die Trinità von Masaccio und das "Chiostro
Verde" von Paolo Uccello. Eine der wichtigsten
Renaissancekirchen ist S. Lorenzo mit den
Medici-Kapellen. Die Kirche S. Maria del Carmine
hingegen ist für ihre Fresken der "Cappella
Brancacci" berühmt. In der gotischen "Basilica
di S.Croce" befinden sich die Gräbmäler von
Michelangelo, Galileo und Macchiavelli. Die romanische
Basilika S. Miniato al Monte auf dem Gipfel des
Hügels über Florenz, blickt direkt auf den Piazzale
Michelangelo, von wo aus man einen malerischen Blick auf
Florenz hat.