Die Insel Giglio ist mit 21 km2
Größe die zweitgrößte Insel des toskanischen
Archipels. Von Porto S. Stefano aus erreicht man sie nach
einer Stunde Fahrt mit der Fähre.
Während der Sommermonate
kann man das Auto nur mit einer schriftlichen Genehmigung
mitführen. In Porto S. Stefano gibt es allerdings
gebührenpflichtige Parkplätze, wo man das Auto stehen
lassen kann.
Die Insel war bereits eine etruskische
Siedlung und nach zahlreichen Herrschaftswechseln ging sie
schließlich an das Großherzogtum der Toskana. Im 19.
Jahrhundert wurde sie als Strafkolonie genutzt. Auf der
gesamten Insel gibt es nur drei Orte: Giglio Porto, Giglio
Castello und Campese. Die Fähre legt in Giglio
Porto an, dass noch heute ein charakteristisches Fischerdorf
ist. Südlich von Giglio Porto befinden sich die
wunderschönen Badebuchten Cala della Canelle und Cala
degli Alberi.
Der Ort Giglio Castello befindet sich 6 km
von Giglio Porto entfernt, in einer Höhe von 400 m. Der Ort
wird von einer Burg beherrscht, deren Mauergürtel im 14.
Jahrhundert zum Schutze gegen die Sarazenen errichtet wurde.
Campese wird von einem Turm dominiert, der während der
spanischen Besetzung errichtet wurde. Hier befindet sich
auch der größte Strand der Insel. Die Spitze der Badebucht
wird von Klippen, den sogenannten Faraglioni geformt.
Eine Insel-Legende besagt, dass man nach Sonnenuntergang
Stimmen, die vom Meer herkommen, hören kann. Diese stammten
von den Matrosen aus Genua, die im Kampf gegen Friedrich II
im 13. Jahrhundert ums Leben gekommen waren.
Die Insel Giannutri hat die Form
eines Halbmondes, der sich auf nur 2,6 k m2
ausdehnt. Sie ist die südlichste Insel des toskanischen
Archipels. Auch Giannutri erreicht man mit der Fähre von
Porto S. Stefano. Diese Insel ist ein Naturreservat, wo es
weder Hotels noch Autos gibt. Auf Grund ihrer Sichelform,
wurde sie von den Griechen Artemisia und später von
den Römern Dianum genannt. Vom 10. Jahrhundert an
wurde sie von Mönchen bewohnt. Später wurde sie, wie auch
Giglio, Flottenstützpunkt von Pisa und ging schließlich an
das Großherzogtum der Toskana über. 1861 wurde der einzige
Leuchtturm der Insel errichtet. Zur gleichen Zeit wurde sie
von Gualtiero Adami bewohnt, der anfangs die Insel
gemietet hatte und schließlich deren Besitzer wurde. Er
führte dort bis 1922, gemeinsam mit seiner Nichte und
Geliebten, ein Leben wie Robinson Crusoe. Man sagt, dass
nach seinem Tode seine Geliebte die Insel nicht verlassen
wollte und sich somit in ein wildes Wesen der Macchia
(dt. Mediterraner Wald) verwandelte, deren Geist man noch
heute dort treffen könne. In Cala Spalmatoio, in
Richtung des Monte Mario gibt es auch Wohnhäuser. Der größte Teil der Insel besteht
aus Felsen und nur im nord-westlichen Teil gibt es
traumhafte Sandstrände. Das Wasser vor der Insel ist ideal
zum Tauchen. Auf der nördlichen Seite der Insel befindet
sich die römische Villa Domizia aus dem 1.
Jahrhundert, die von den Domizi Enobarbi errichtet wurde,
von denen auch Nerone abstammte. Zu Beginn des
Mittelalters wurde die Insel als Versteck von Piraten
genutzt.
Die Insel Montecristo hat eine
Fläche von 9 km2 und ist noch eines der
wenigen übriggebliebenen Paradiese dieser Welt. Man kann
die Insel nur mit einem Führer und der Erlaubnis der
Forstbehörde (Corpo Forestale) von Follonica (Provinz
Grosseto) betreten. Um die einzigartige Flora und Fauna zu
erhalten, dürfen nicht mehr als 1.000 Personen pro Jahr die
Insel besuchen. Außerdem ist es verboten, mit Booten an der
Insel anzulegen. Die Annäherungsgrenze liegt bei 500 m.
Montecristo wurde weltweit durch den Roman von Alexandre
Dumas "Der Graf von Montecristo" berühmt.
Dieser handelt von einem versteckten Schatz auf der Insel,
welcher aus Edmond Dantès, der aus dem Gefängnis
ausgebrochen war, den reichen Grafen von Montecristo machte.
Sein Reichtum erlaubte es ihm, sich der Ungerechtigkeit zu
rächen, die ihn ins Gefängnis gebracht hatte. Dumas hatte
diese Geschichte von einem Kaufmann aus Livorno erfahren,
die ihn schließlich zu seinem Roman inspirierte.
Wie aus historischen Dokumenten
hervorgeht, soll es auf der Insel tatsächlich einen Schatz
gegeben haben, der nach Anordnung des Großherzogs der
Toskana, Cosimo I. tatsächlich gesucht wurde. Über
Jahrhunderte hinweg war die Insel Zufluchtsort von Piraten
und Eremiten. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde von Papst
Gregor I. ein Benediktinerkloster gebaut, dessen Ruinen noch
heute zu besichtigen sind.