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Von Grosseto zu den Colline Metallifere
(Erzhügeln)
Etwa 22 km nördlich von Grosseto, direkt
am Meer mit dem dahintergelegenen Sumpfgebiet befindet sich
der mittelalterliche Ort Castiglione della Pescaia.
Der heutige Badeort stand bereits unter römischer
Herrschaft, die den Ort Salebrum nannten. Später
geriet Castiglione dann unter pisanische, neapolitanische
und sienesische Herrschaft. Dieser romantische Ort mit
seinem Hafen lädt zu Spaziergängen auf die Meerespromenade
sowie ins historische Zentrum ein. Von der auf einem Felsen
gelegenen Burg hat man einen malerischen Blick auf die
Küste und das Sumpfgebiet.
Etwa 18 km nördlich von
Castiglione befindet sich der elegante Badeort Punta Ala,
berühmt durch die Segeljacht Luna Rossa des
Pradateams, die am Endfinale des America`s Cup 1999/ 2000
teilnahm.
Der Ort selbst besteht aus einem Hafen mit
luxeriösen Jachten, exklusiven Geschäften, Bars und
Restaurants. Vor Punta Ala befindet sich ein langer
Sandstrand.
Nach etwa 15 Minuten erreicht man Puntone
di Scarlino, einen neuen Hafen, von dem aus man während
der Sommermonate mehrmals täglich mit einem Boot die nahe
Bucht Cala Violina erreicht. Die nächste Etappe ist Follonica,
ein weiterer Badeort mit langem Sandstrand und
Pinienwäldern.
Zeugen der Eisenzeit in der Epoche von
Leopold II. sind die Kirche S. Leopoldo mit dem
Gußeisenportal sowie das Gußeisentor der Ex-ILVA.
Eine Dokumentation zur Geschichte des Eisens dieser Gegend
kann man im Museo del Ferro (dt. Eisenmuseum)
besichtigen. Von Follonica aus geht es dann nach Scarlino,
ein malerisches, mittelalterliches Dorf, dass von einer Burg
der Aldobrandeschi, aus dem 13. Jahrhundert, dominiert wird.
Scarlino bietet einen wunderschönen Blick auf den Golf von
Follonica.
Massa Marittima, die Perle des
Mittelalters (it. la perla del medioevo), befindet sich
etwa 15 Minuten von Scarlino entfernt. Bereits für die
Etrusker und Römer war es auf Grund seines Mineralreichtums
in den Erzhügeln um Massa Marittima von großer
Wichtigkeit. Aber erst durch den Wechsel des Bischofssitzes
von Populonia nach Massa Marittima, im 9. Jahrhundert,
entwickelte es sich zum wichtigsten Zentrum der Maremma. Um
das 14. Jahrhundert erreichte es sogar die Einwohnergrenze
von 10.000 Menschen.
Nur zwei Jahrhunderte später
reduzierte der Ausbruch der Malaria die Einwohner bis auf
500. Nur gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch die
Trockenlegung der Sümpfe, stieg die Einwohnerzahl erneut
an. Heute leben in Massa Marittima erneut über 10.000
Einwohner.
Massa Marittima ist außerdem die
Geburtsstadt des heiligen Bernhards. Das Zentrum ist in zwei
Teile geteilt: die Città Vecchia (Altstadt) im
romanischen Stil und die Città Nuova (Neustadt) im
gotischen Stil. Alle Straßen haben einen kurvenförmigen
Verlauf in Richtung des sternenförmigen Hauptplatzes Piazza
Garibaldi, der auch das Zentrum der Città Vecchia
ist. Die Piazza Garibaldi ist einer der schönsten
Plätze der Toskana. Auf der südlichen Seite der Piazza
befindet sich der Dom S. Cerbone aus dem 13.
Jahrhundert im pisanischen Stil.
Direkt gegenüber befinden
sich der Palazzo dei Priori aus derselben Zeit, sowie
der ein Jahrhundert später erbaute Palazzo del Podestà.
Geht man durch die Porta alla Sicili, so kommt man in
die Città Nuova, im Osten der Stadt, welche um die
Festung herum errichtet wurde.
Jedes Jahr im Mai sowie im August findet
der traditionelle, mittelalterliche Wettkampf Il Balestro
del Girifalco, eingerahmt von der wunderschönen Piazza
Garibaldi, statt. Der Wettkampf geht auf die Zeiten zurück,
in denen das Volk sich noch vor den Sienesen und Pisanern
verteidigen mußte. Es handelte sich um eine Art
Kampftraining für die jungen Männer, deren
Trainingsinstrument eine Armbrust aus Eisen war.
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