Fährt man die Küste entlang in Richtung
Grosseto, kommt man nach Castiglioncello, einem
kleinen Badeort auf einem steil ins Meer abfallenden Felsen
gelegen. Taucher und Segelfreunde kommen im türkis-farbenen
Meer voll auf ihre Kosten. Auch Vada und Cecina
Mare, etwas weiter südlich, sind ideale Orte für
diejenigen, die Sonne und Meer mit Ausflügen in die
historischen Kunststädte verbinden wollen. Der ganz in der
Nähe gelegene Montescudaio, Hauptsitz des
DOC-Weinkonsortiums.
Diese Gegend lädt zu Weinproben in den Fattorias der
näheren Umgebung ein. In Marina di Bibbona befindet
sich am Strand, die von den Medici erbaute Festungsanlage Forte
di Bibbona. Fährt man weiter auf der Staatsstraße in
Richtung Süden, kommt man in den Ort Bolgheri,
bekannt für seinen exzellenten Rotwein Sassicaia des
Marchese Incisa della Rocchetta.
Nur wenige Kilometer
entfernt befindet sich der Ort Castagneto Carducci.
Der Ort erhielt seinen Namen zu Ehren des Poeten Giosuè
Carducci, der hier lebte. Er beschreibt in seinem Werk Davanti
a San Guido (dt. Vor San Guido") die Zypressen
entlang der Straße - von der Kirche in San Guido,
außerhalb Castagnetos - bis Bolgheri.
San Vincenzo ist ein weiterer Badeort
mit einem kleinen Hafen. Im südlichen
Teil des Ortes beginnen die Naturparks Parchi della Val
di Cornia: An der Küste der Parco Costiero di
Rimigliano mit einer einzigartigen Vielfalt der
mediterranen Pflanzenarten. Im Landesinneren, als Teil der
Gemeinde Sassetta, befindet sich ein weiterer Forstpark, der
Parco Forestale di Poggio Neri. Hier kann man noch in
einem unberührten Wald mit Kastanien-, Steineichen- und
Eichenbäumen sowie Rehen und Wildschweinen wandern. Die
nächste Etappe ist Venturina, bekannt für seine
heilenden Thermen Il Calidario.
Die Wassertemperatur
des Thermalsees (it. "lago termale") erreicht ca.
36 Grad.
Oberhalb von Venturina befindet sich das
mittelalterliche Dorf Campiglia Marittima. Vom Dorf
aus hat man einen herrlichen Blick auf Piombino sowie die
davorliegende Insel Elba. Restaurants und Enoteche zum Kosten der
lokalen Weine und Gerichte einladen. Populonia befindet sich auf einem
steil ins Meer abfallenden Felsen, oberhalb vom Golf von
Baratti. Pupluna wie die Etrusker diesen Ort nannten,
war ab dem 9. Jh.v.Chr. von den Etruskern besiedelt und der
einzige etruskische Ort, der direkt am Meer lag. Es handelte
sich um eine der größten etruskischen Städte und Zentrum
der Erzverarbeitung der antiken etruskischen Allianz. Die
Etrusker bauten das Erz auf der Insel Elba ab und brachten
das Eisen dann per Schiff in den Hafen, der später von den
Römern Portus Falesiae genannt wurde, um es dort in
den Öfen zu schmelzen.
Nach dem Niedergang des etruskischen
Reiches, führten die Römer diese Arbeit weiter.
Auch
Kupfer und Bronze wurde in den
Direkt hinter Campiglia beginnt
der Mineralpark Parco Archeominerario di San Silvestro,
in dem man die anitke Mine del Temperino (dt.
Taschenmesser) sowie die mittelalterliche Burg Rocca di
San Silvestro besuchen kann. Von hier aus lohnt es sich
dem auf einer Hügelkette gelegenen Ort Suvereto
einen Besuch abzustatten. Die Wurzeln dieses Ortes liegen im
1. Jahrhundert. Bis zum 14. Jahrhundert wurde der Ort von
der Familie Aldobrandeschi beherrscht.
Suvereto hat ein
wunderschönes, kleines historisches Zentrum, dessen
typische Colline Metallifere
(dt. Erzgebirge) abgebaut und in Populonia verarbeitet.
Vom
6. Jh.v.Chr. an, wurde die Stadt Bischofssitz. Populonia war
ständiges Angriffsziel von Goten, Langobarden und
Sarazenen, so dass im Jahre 835 der Bischof in das
nahegelegene Massa Marittima fliehen mußte.
Mit dessen
Flucht war der Niedergang der Stadt besiegelt.
Heute ist von
Populonia nur noch ein kleines Dorf mit einer
mittelalterlichen Festung übriggeblieben, dessen Zentrum
von einer Stadtmauer umgeben wird. Im Jahre 1908 wurde die
etruskische Nekropolis direkt unterhalb von Populonia, im Parco
Archeologico von Baratti und Populonia entdeckt.
Diese
war über Jahrhunderte von Schlacke bedeckt, weshalb sie
auch so gut erhalten geblieben ist. Hier kann man
verschiedene Grabarten vom 8. bis 3. Jh.v.Chr. bestaunen.
Ganz besonders die älteren Gräber lassen den
außerordentlichen Reichtum sowie den großer Respekt des
Totenkultes der Etrusker deutlich werden.
Im Laufe der
Jahrhunderte änderte sich die Bauart der Grabkammern. Sie
ging von den großen Familiengrabkammern (a tumulo)
bis zur kleineren, a edicola, der sogenannten
Ädiculaform. Piombino ist als Hafenstadt zum
Übersetzen zur Insel Elba bekannt. Die Stadt wurde von den
Römern gegründet, die ihr den Namen Portus Falesiae
gaben. Man sollte das historische Zentrum und die direkt am
Meer gelegene Piazza Bovio besuchen. Von dieser hat
man einen atemberaubenden Blick auf die Küste. Südlich von
Piombino, in Richtung Follonica, endet die Kette der sechs
Naturparks mit den Naturparks der Val di Cornia:
entlang der Küste befindet sich der Parco Costiero della
Sterpaia und im Landesinneren der Parco Naturale di
Montioni.