Stadtbesichtigung
Beginnen wir mit der Besichtigung an der Piazza
del Duomo (dt. Domplatz), auch als Piazza dei
Miracoli (dt. Platz der Wunder) bekannt, der von allen
Touristen besucht wird. Auf diesem Platz befinden sich die
wichtigsten Monumente von Pisa: die Galleria im
nördlichen Teil des Camposanto (dt. heiliges Feld),
die Cappella del Pozzo, das Baptisterum,
welches sich vor dem Dom S. Maria Assunta und dem Schiefen
Turm (it. torre pendente) befindet. Der Turm war seit
1992 wegen Umsturzgefahr geschlossen. Während der
Restaurationsarbeiten versuchte man, die schiefe Lage des
Turmes zu korrigieren und ihn in dieselbe Lage wie vor etwa
500 Jahren zu bringen. Dazu wurden Eisenseile an der
Gegenseite angebracht und das Fundament mit Zement
ausgegossen. Seit dem 15. Dezember 2001 ist er wieder für
Besucher zugänglich. Es wird erzählt, dass im Jahre 1203 der
Erzbischof Ubaldo Lanfranchi die auf dem Gogata
gesammelte Erde nach Pisa geschafft und auf das Feld
(it. Campo) geschüttet habe.
Somit wurde der Campo
zum heiligen Feld (it. Camposanto), das
schließlich Friedhof von Pisas Aristokraten wurde. Auf der
rechten Seite des Glockenturms befindet sich das Dommuseum
(it. Museo del Duomo), wo man Kunstwerke aus Pisas Kirchen,
sowie den Domschatz besichtigen kann. Gegenüber vom Dom
befindet sich das Museo delle Sinopie. Es beherbergt
eine einzigartige Sammlung von Fresken der großen Meister,
die sich vor der Zerstörung während des Zweiten
Welkrieges, im Campo Santo befanden. Die großen Meister
zeichneten damals mit roter Erde, die aus Sinope, am
Schwarzen Meer gelegen stammte, auf den Rauputz vor. Diese
Vorzeichnungen wurden dann von den Schülern ausgemalt und
somit in Fresken umgewandelt. Danch geht es zum Orto Botanico (dt. Botanische
Garten), einer der ältesten botanischen
Universitätsgärten in Europa.
Hier wurden Pflanzen und
ihre heilende Wirkung erforscht. Auf der Piazza
Cavalieri befindet sich der Palazzo dell'Orologio
(dt. Uhrenpalast), ein Werk von Vasari, das
ursprünglich zwei heute nicht mehr existierende Gebäude
verband. In der Torre della Fame (dt. Hungerturm)
starb 1288 der Graf Ugolino della Gheradesca mit
seiner gesamten Familie. Er war wegen Tyrannei der Stadt
Pisa angeklagt. Dante beschreibt seine Leiden in der Divina
Commedia (dt. Göttliche Komödie) im Teil des Inferno
(dt. Hölle). Die elegante Piazza Cavalieri ist einer der
wichtigsten Plätze in Pisa. Der Ritterorden des heiligen
Stefans (it. l'Ordine dei Cavalieri di Santo Stefano)
wurde 1561 zum Schutz der Küste gegen mögliche Gegner von
Cosimo I. gegründet. Ein Jahr später begann Giorgio
Vasari mit dem Bau der Piazza dei Cavalieri. 1810
gründete Napleon Bonaparte die Ecole Normale
(Normale Schule). Heute befindet sich hier
eine Elite-Universität, die nur die besten Schüler
des Landes aufnimmt.
Neben
dem Palazzo dei Cavalieri steht die ritterliche Kirche
S. Stefano dei Cavalieri,
die ebenso von Vasari errichtet wurde.
Der Borgo Stretto ist die Hauptgeschäftsstraße
mit vielen Geschäften, die zum Bummeln einladen. Sobald man den Borgo Stretto in Richtung Lungarno
verläßt, kommt man zur Brücke Ponte di Mezzo (dt.
die Brücke in der Mitte), der ältesten Brücke der Stadt,
die während des zweiten Weltkrieges zerstört und später
wieder aufgebaut wurde. Jedes Jahr, am letzten Sonntag im
Juni, findet hier das historische Fest Gioco del Ponte
(dt. das Brückenspiel) statt. Geht man den Fluß Arno
weiter entlang, kommt man zum Museo Nazionale di San
Matteo, einem ehemaligen Kloster aus dem 12.
Jahrhundert.