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Reiseführer Toskana  Reiseführer Toskana: Von Pisa in Richtung Lucca

7. PISA

 

Von Pisa in nord-westliche Richtung

S. Giuliano Terme befindet sich auf der westlichen Seite des Berges Monte Pisano. Der Ort lebt hauptsächlich von den Thermen, deren heilenden Qualitäten bereits von den Römern unter dem Namen aquae calidae pianorum anerkannt wurde. Im Zentrum von S. Giuliano Terme befinden sich die Badeanstalten, die Ferdinand II. Mitte des 18. Jahrhunderts errichten ließ. Das nahegelegene römische Aquädukt fing das Wasser der Quellen auf, um es nach Pisa zu leiten. Seine Reste befinden sich heute im Inneren eines privaten Grundstückes. Der Ort Corliano ist für die Villa di Corliano berühmt. Die Villa beherbergt heute ein Luxushotel mit Kongreßzentrum.

Fährt man in Richtung Asciano, kommt man zu den der Steinbruch Cave di S. Giuliano, der bereits von den Römern ausgenutzt wurde, die mit den Steinen in Pisas Umgebung zahlreiche Gebäude errichteten. Man sagt auch, dass dieselben Steine zum Bau der etruskischen Stadtmauer in Lucca benutzt wurde. Asciano befindet sich etwa 6 km von S. Giuliano Terme entfernt. Er liegt am Fuße des Berges Monte Faeta, der vom Poeten Carducci in seinem Werk Faida di Comune erwähnt wurde. Asciano wurde zum ersten Mal im Jahre 975 erwähnt. Von hier aus geht es dann zum Pisanischen Aquädukt (it. acquedotto di Pisa), das etwa 6 km lang ist und 954 Bögen, dessen Bau 1592, unter dem Großherzog Ferdinand begann und unter Cosimo III. endete. 

Calci war bereits bei den Römern unter dem Namen Locus Calci auf Grund Kalkverarbeitung bekannt. Zum ersten Mal wurde der Ort im Jahre 780 erwähnt. Im 13. Jahrhundert existierte dort Ort als Festung. Nicht versäumen sollte man einen Besuch bei der Certosa di Calci oder Certosa di Pisa (dt. Kartause von Calci oder Pisa), die nach Pavia die zweitgrößte Italiens ist. Das schloßähhnliche Kloster geht auf das Jahr 1366 zurück und war einst ein Klausurorden. 

Uliveto Terme ist für das hier abgefüllte Mineralwasser bekannt. Im Parco delle Terme (dt. Thermalpark) werden heilende Kuren angeboten. Vicopisano, der sogenannte Borgo delle trecento torri (dt. Ort der dreihundert Türme), von denen heute nur noch etwa fünfzehn übriggeblieben sind. Der Ort wurde zum ersten Male in Aufzeichnungen aus dem 1. Jahrhundert erwähnt. 

 

 
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