Siena, die Stadt des Palio
Die Provinz Siena grenzt im Süd-Westen
an Grosseto, im Süd-Osten, an Umbrien und im Osten an
Arezzo. Im Norden grenzt Siena an Florenz, während der
Nord-Westen von Pisa eingenommen wird. Die Umgebung von
Siena ist so abwechslungsreich, dass es sich lohnt jeden
Zipfel dieser malerischen Provinz zu entdecken.
Süd-östlich von Siena befinden sich die einzigartigen Crete
Senesi, die fast an eine Mondlandschaft erinnern.
Weiterhin gibt es zahlreiche bekannte Orte wie Montalcino
und Montepulciano, die vor allen Dingen von
Weinliebhabern geschätzt werden. Außerdem die etruskische
Stadt Chiusi, San Quirico d'Orcia, Monteriggioni,
die Abteien von Sant'Antimo und San Galgano.
Im Westen befindet sich das Elsa-Tal und die
mittelalterliche Turmstadt San Gimignano. Als sich
Goethe während seiner Italienreise in der Umgebung von
Siena befand, sagte er, dass die Kutsche viel zu schnell
sei, um die Schönheit dieser herrlichen Landschaft
genießen zu können.
Die Stadt Siena befindet sich auf
drei Hügeln zwischen den Flüssen Elsa und Arbia. Im Zentrum befindet sich die
bekannte Piazza del Campo. Siena war bereits eine
etruskische Siedlung, die jedoch nicht an Chiusi
heranreichen konnte. Danach war es unter Cesare, mit dem
Namen Sena Iulia, Teil des römischen
Herrschaftgebietes. Eine Legende besagt allerdings, dass
Siena von Senio, dem Sohn von Remus gegründet wurde. Es
wird erzählt, dass Senio und sein Bruder Aschinus sich mit
ihrem Onkel Romulus gestritten hätten und somit in dieses
Gebiet geflüchtet seien.
Unter den Langobarden wurde Siena im 4.
Jahrhundert Bischofssitz. Über Jahrhunderte hinweg war die
Stadt völlig unwichtig und erst am Ende des 9.
Jahrhunderts, wegen der nahegelegenen Via Francigena,
begann der wirtschaftliche Aufstieg. Somit wurden in der
Umgebung zahlreiche Siedlungen und Festungen errichtet. Im Jahre 1147 schloß sich Siena den
Ghibellinen an. In diesem Zeitraum begannen auch die Auseinandersetzungen mit der auf guelfischer Seite stehenden
Stadt Florenz. Auf Grund seiner
strategischen Lage sowie der nahegelegenen Colline
Metallifere (dt. Erzgebirge), konnte Siena sich noch
weiter entwickeln.
Die Minenbesitzer begannen schließlich
mit dem Geldverleih, was dazu führte, dass Siena
schließlich eine Bankenstadt wurde. Im Jahre 1472 wurde die
Bank "Monte dei Paschi di Siena" gegründet.
1530 besetzte Karl der Große mit seinen
Truppen die Stadt. Er formierte eine Regierung zu Gunsten
der Reichen Kaufleute. Zwei Jahre später jagten ihn die
Sienesen aus der Stadt. Cosimo de' Medici sendete erneut
Truppen zur Besetzung von Siena und nach nur wenigen
Montaten ergab sich das sienesische Volk. Siena wurde dem
Großherzogtum Toskana angeschlossen.