Chianti Senese
Lange Zeit waren die Grenzen des Chianti
Streitgrund zwischen Siena und Florenz. Ein gesetzlicher
Erlaß beschloß schließlich, dass folgende Gemeinden den
Namen Chianti benutzen konnten: Greve in Chianti, Gaiole in
Chianti, Radda in Chianti, Castellina in Chianti sowie ein
Teil der Gemeinde von Castelnuovo di Berardenga, San
Casciano, Tavarnelle Val di Pesa, Barberino Val d'Elsa und
Poggibonsi.
Wir beginnen mit Gaiole in Chianti,
welcher einst Lehen des Adelsgeschlechtes Firidolfi war, die
dort Schlösser und Abteien (Abbazia di San Lorenzo)
errichteten. Ganz in der Nähe befinden sich zwei wichtige
Schlösser: das Castello di Meleto und das Castello
di Brolio. Das Castello di Brolio ist das bedeutendste
Schloss der Chianti-Region und gehört seit 1142 zu den
Ricasoli. Heute ist es Sitz eines berühmten Weingutes.
Die nächste Station ist Radda in
Chianti, die sich auf einem Hügel befindet, der direkt
an der Grenze zum Val di Pesa, ganz in der Nähe der
Chianti-Berge, liegt. Im 13. Jahrhundert schlossen sich
die Orte Castellina, Gaiole und Radda in Chianti zur Lega
del Chianti zusammen, wobei Radda zum Hauptort ernannt
wurde. Außerhalb des Ortes befindet sich die Fattoria
del Vignale historischer Sitz des Consorzio Chianti
Classico.
Nur wenige Kilometer entfernt befindet
sich der Ort Castellina in Chianti. Ganz in der Nähe befinden sich etruskische
Ausgrabungen, wie das Grab aus dem 7.Jh.v.Chr., mit dem
Namen Tumolo di Montecalvario. Im Mittelalter
kämpfte Poggibonsi, das heutige Hauptzentrum des Val
d'Elsa, auf Sienas Seite gegen Florenz und wurde
schließlich im Jahre 1270 von den Florentinern
zerstört.
Der von einer Festigungsmauer umgebene
Ort Castelnuovo di Berardenga, am Fuße von Siena,
ist die nächste Etappe auf unserer Reiseroute durch den
Chianti Senese. Der Ort befindet sich in einer malerischen
Umgebung, wo sich Gutshäuser, Kirchen und Abteien mit dem
faszinierenden Hügelszenarium vermischen.