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Crete Senesi
Die
Abbazia di San Galgano, einst Zentrum des
Zisterzienserordens.
Die Geschichte S. Galganos begann im
12. Jahrhundert mit Galgano Guidotti, einem Ritter aus
Chiusdino, der sich dazu entschloß, auf seinen gesamten
Besitz zu verzichten, da dieser eigentlich unnütz war.
Genau wie der heilige Franziskus widmete er sich von da an
nur noch dem Beten sowie der Armenfürsorge.
Eine Legende
besagt, dass ihm der Erzengel Michael erschien, der ihm
sagte, wo er eine Einsiedelei errichten sollte.
Als Zeichen
seiner Lebensumstellung stieß er sein Schwert in den Felsen
des Monte Siepi.
Der Schwertgriff verformte sich daraufhin
und nahm die Form eines Kreuzes an. Galgano Guidotti starb
1181, im Alter von nur 33 Jahren. Nur vier Jahre später
wurde San Galgano heilig gesprochen.
Gleich nach Guidottis
Tod wurde an dem Punkt, an dem er sein Schwert in den Felsen
gestoßen hatte, das Oratorio di San Galgano sul Monte
Siepi errichtet, in dessen inneren Zentrum sich noch
immer das Schwert befindet. Darüberhinaus befinden sich im
Inneren Fresken von Ambrogio Lorenzetti. Die Zisterziensermönche erbauten am Fuße des Monte Siepi die
Abtei, die aus zahlreichen Gebäuden besteht.
Auf Grund der
zahlreichen Überfälle während des 16. Jahrhunderts,
begann der Untergang der mächtigen Abtei. Im 16.
Jahrhundert war die Abtei in derart schlechtem Zustand, das
der Prior Girolamo Vitelli das Bleidach abnehmen ließ, um
es zu verkaufen.
Von diesem Augenblick an, war der Verfall
nicht mehr aufzuhalten. Bis heute sind allerdings die Mauern
erhalten geblieben. Die nächste Etappe ist Montalcino,
ein Hügelort in 567 m Höhe, zwischen dem Tal der Flüsse
Ombrone und Asso.
Montalcino ist weltweit für seine
köstlichen Rotwein Brunello di Montalcino bekannt.
Montalcino war bereits von den Etruskern und später von den
Römern besiedelt. 814 erhielt die "Abbazia di
S.Antimo" Montalcino von Ludovico als Geschenk. Im 12.
Jahrhundert wurde es selbstständige Gemeinde; allerdings
war der Ort ständig Streitobjekt zwischen Florenz und
Siena.
1260, nach dem Sieg der Sienesen während der Schlacht
von Montaparti, stellte sich der Ort auf die Seite von
Siena.
Als 1555 die sienesischen Truppen vor den
Medicitruppen flüchten mußten, fanden diese hinter den
Mauern von Montalcino Schutz.
Bereits von weitem kann man die Rocca aus
dem Jahre 1361 erkennen. Cosimo I. ließ 1559 den äußeren
Mauergürtel errichten. Das Zentrum von Montalcino ist die Piazza
del Popolo mit dem Palazzo Comunale (dt.
Gemeindepalast) aus dem 14. Jahrhundert.
Ganz in der Nähe
befindet sich die Kirche Sant'Agostino, die aus
derselben Epoche stammt.
Im Palazzo Arcivescovile
(dt. Erzbischofspalast) befindet sich heute das Museo
Civico, Diocesano ed Archeologico.
Etwa 8 km südlich von Montalcino
befindet sich die Abbazia di Sant'Antimo, die sich
oberhalb von Castelnuovo dell'Abate befindet.
Diese Abtei
ist sicherlich die bedeutendste der Toskana. Sie wurde 781
von Karl dem Großen gegründet.
Man sagt, dass er auf dem
Wege von Rom in das Starci Tal unterwegs war und in dieser
Gegend anhalten mußte, da seine Truppen von der Pest
geschwächt waren. Er betete zu Gott, ihm zu helfen und sein
Gebet wurde erhört.
Als Dank ließ er das Kloster
errichten. In den folgenden Jahrhunderten wurde es ein
mächtige Benedektinerabtei, die ihre Blütezeit im 11.
Jahrhundert erlebte, aus dem auch die romanische
Travertinkirche stammt.
Fährt man erneut in Richtung Siena zurück, kommt man
nach Buonconvento. Hier starb im Jahre 1313 der
Kaiser Heinrich VII., der auf der Rückkehr, nach seiner
Krönung in Rom war. Der Ort ist von einer Stadtmauer
umgeben, die auf den Resten des römischen Kastells Percenna,
das sich direkt an der Via Cassia befand, errichtet wurden. Die letzte Etappe dieser Reiseroute
ist die Benedektinerabtei Oliveto Maggiore, die sich
auf einem 273 m hohen Hügel befindet. Nach dem Tode des
Kaisers Heinrich VII. gründeten drei Adlige aus Siena den
Olivetaner-Orden. 1320 erhielt dieser die Anerkennung des
Bischofs von Arezzo und nur ein Jahr später wurde mit dem
Bau des Klosters begonnen. Die Adligen starben 1348 an der
Pest. Das Kloster hat in seinem Inneren wunderschöne
Wandfresken von Sodoma.
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