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Von Siena in das Elsa-Tal
Monteriggioni ist von einem
Mauergürtel mit 14 Wachtürmen, umgeben. Bereits Dante
war von diesem Ort so verzaubert, dass er ihn in der Divina
Commedia (dt. Die göttliche Komödie) erwähnte. Die
Stadt wurde im 13. Jahrhundert von sienesischen Architekten
geplant. Der Baustil war entscheidend für den Fortschritt
des Baustils der toskanischen Festungen. Im Inneren der
Mauern befindet sich eine romanische Kirche. Von der
Stadtmauer aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die
malerische Landschaft. San Gimignano wird auch als das Manhattan
des Mittelalters bezeichnet. Der Ort befindet sich auf
einem Hügel, in etwa 332 m Höhe, der das gesamte Elsa-Tal
überblickt.
Im
13. Jahrhundert war der Ort eigenständige Kommune.
Da sich San Gimignano direkt an der Via Francigena
befindet, konnte sich die Stadt zwischen dem 12. und
13. Jahrhundert zu einer blühenden Handelsstadt entwickeln.
Aus Verteidigungsgründen gegen das verfeindete Volterra
wurde die Stadtmauer errichtet. Die wichtigsten Familien
lebten in den Festungstürmen, die sowohl als Prestige-
als auch als Verteidigungstürme dienten. Heute existieren
noch insgesamt 13 Türme, obwohl es wesentlich mehr
Überreste von Türmen gibt. Die
beiden höchsten Turm sind der Palazzo Comunale
bzw. der Palazzo del Podestà, deren Höhe nicht
überschritten werden durfte.
Seit 1348 wurde fast die Hälfte der Einwohner durch
die Pest getötet. Kurz darauf nahm Florenz die Machtzügel
in die Hand. Während andere Städte wie Florenz, Siena
und Lucca ihre Türme vernichteten, um an deren Stelle
eindrucksvolle Palazzi zu errichteten, blieben
in San Gimignano aus Geldmangel die Türme stehen.
Durch die Porta
San Giovanni, im Süden San Gimignanos betritt man das
historische Zentrum. Die Via S. Giovanni ist von zahlreichen
Gebäuden aus dem 13. Jahrhundert gesäumt. Dazu zählen der
Palazzo Pratellesi, Sitz der Biblioteca Comunale
(dt. Stadtbibliothek) sowie der Torre dei Becci.
Schließlich erreicht man den Hauptplatz, die Piazza
della Cisterna, in deren Zentrum sich eine Zisterne
befindet, die dem Platz auch ihren Namen verliehen hat. Dieser wunderschöne Platz hat die Form eines Dreiecks, das
von Palazzi, in denen sich heute Cafès und Hotels befinden,
umgeben ist. Direkt an der Piazza Duomo (dt.
Domplatz), befindet sich der Palazzo del Comune (dt.
Gemeinde), auch als Palazzo del Podestà bezeichnet,
sowie die Collegiata (dt. Stiftskirche).
Im
Palazzo del Popolo befindet sich heute das
Museo Civico (dt. städtische Museum) sowie
die Pinakothek. Die Kirche des Heiligen Augustus (chiesa
di S. Agostino) befindet sich am Rande des historischen
Zentrums. Sie wurde zwischen 1280 und 1298 erbaut.
Man kann in der Kirche wertvolle Wandfresken von Benozzo
Gozzoli bewundern.
Colle Val d'Elsa befindet sich etwa
24 km von Siena entfernt. Die Stadt ist in Colle Bassa
(dt. niedriger Hügel), die Neustadt und Colle Alta
(dt. hoher Hügel), die historische Altstadt mit dem Castello
di Piticciano, unterteilt. Colle Alta bewahrt den nicht
fertiggestellten Palazzo Campana (15.Jh.), der an das
Schloß anlehnt, auf.
Der Dom im Barockstil wurde auf einer antiken romanischen
Pfarrei erbaut. Wichtige
Kunstwerke sind im Museo d'Arte Sacra, im Museo Civico
sowie im Museo Archeologico Bianchi-Bandinelli zu
besichtigen. Geht man in Richtung Colle Bassa, so
kommt man zur Piazza Arnolfo di Cambio und
seinem Geburtshaus Casa Torre. Arnolfo di Cambio
war der Baumeister des Domes von Florenz.
Casole d'Elsa, ein mittelalterlicher
Ort, ebenso auf einem Hügel gelegen wurde ständig von
Volterra, Siena und Florenz umkämpft. Sehenswert die Collegiata
di S. Maria (Stiftskirche) sowie das Museo
Archeologico della Collegiata mit etruskischen
Ausgrabungen.
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