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Beschreibung
Villa
Vistarenni liegt zwischen Radda und Gaiole
in Chianti, historische Orte für die Weinproduktion des Chianti Classico,
im Herzen der Toskana, nur 45 km von Florenz, 30 km von Siena, 55 km von
Arezzo entfernt. Das große Landgut Fattoria di Vistarenni erstreckt
sich über mehr als 200 Hektar Land, mit Villa aus dem 18. Jahrhundert im Zentrum,
die das ganze Tal überblickt. Villa Vistarenni bietet Urlaub in rustikalen Ferienwohnungen
in der Hauptresidenz sowie in einem ehemaligen Gutshaus aus Naturstein hinter
der Villa. Ganz
besonders die Ferienwohnungen in der Hauptvilla wurden mit Familienantiquitäten
eingerichtet und sie bieten für 2 bis zu 7 Personen Platz. Im Garten gibt
es genügend Freisitze und auf Wunsch ist es auch möglich einen tragbaren Grill
zu bekommen. Den Gästen steht außerdem ein großer Swimmingpool im Grünen, hinter
Villa und Gutshaus zur Verfügung, ein Tennisplatz sowie eine Tischtennisplatte.
Die herrliche Landschaft lädt zu Spaziergängen oder Mountainbiketouren ein. In
den großen Weinkellern sowie im Weinladen des Weingutes Vistarenni, kann man Weinproben
machen und auch die Produkte direkt vor Ort erwerben.
Auch
können die Gäste die jahrhunderte alten, in den Fels gegrabenen Weinkeller besuchen.
Hier sind noch heute die Keuzgewölbe aus Terrakotta erhalten, die einst geschaffen
wurden, um für die Lagerung des Weines ein ideales Habitat zu kreieren. Oberhalb
der Keller, die großen Säle, ideal für Veranstaltungen jeglicher Art wie Meetings
oder Empfänge, für bis zu 150 Personen. Ganz in der Nähe der Villa können die
Gäste auch reiten, Golf spielen (30 km), sich eine Weintherapie im 4 km entfernten
Radda gönnen oder aber die Thermalquellen von Rapolano Terme (30 km) besuchen.
Die Geschichte
Vistarenni
stammt von "Fisterinne", ein etruskischer Name, der "schöner Ausblick"
bedeutet. Dort, wo heute die Villa steht, befand sich bereits im Jahr tausend
ein kleiner Weiler. Die Villa gehörte im 19. Jahrhundert der florentinischen Prinzenfamilie
Strozzi, gefolgt von den Baronen Sonnino, beide Hohe Vertreter der
frühen italienischen Königreichsregierung; heute gehört der Besitz der Familie
Tognana. Als ländliche Siedlung Vistarenni wurde der Ort in
der römisch-etruskischen Epoche erwähnt, als er in der Nähe des etruskischen Zentrums
Cetamura war. Der kleine Weiler wurde auch in mittelalterlichen Dokumenten
erwähnt, wobei das älteste dieser Dokumente zum Kloster San Lorenzo in Coltibono
gehört; es handelt sich um einen Kaufvertrag aus dem Jahre 1033, in dem die Grenzen
von S. Donato in Perano festgelegt wurden.
Im
Jahre 1400 spricht das florentinische Kataster vom Ballungszentrum Vistarenni,
welches damals aus 6 oder 7 Häusern bestand und dem Großgrundbesitzer Giovanni
di Cecchiono da Panzano gehörte. Ab 1621 gehörte Vistarenni zum Besitz des
Florentiners Giannozzo da Cepparello, bis es schließlich im Jahre 1714
in den Besitz der aus dem Chianti stammenden Familie Pianigiani überging.
Schließlich entstand hier das große Gutsgebäude mit Hof, Gemüsegarten und Ölpresse,
ein Gebäude, welches auf die eine oder andere Art die architektonische Tradition
der Renaissance verewigte. Die
in den Fels gegrabenen Weinkeller wurden vergrößert und es wurden die Kreuzgewölbe
aus Terrakotta eingefügt. Zu dieser Zeit bestand das Land aus 78 Hektarn. Im Jahre
1852 wurde der gesamte Besitztum der Familie Pianigiani an den Prinzen Ferdinando
Strozzi verkauft. Von da an wurde Vistarenni über etwa 40 Jahre von dieser
florentiner Adelsfamilie geführt, deren Wappen noch heute in einigen Teilen der
Villa zu sehen ist. Prinz Strozzi war 1859 Mitglied der Toskanischen Versammlung
und er wurde 1860 zum Senator des italienischen Königreichs ernannt. Damals bestand
das Gut aus 26 Gutshöfen, die über das Gebiet der beiden Gemeinden Radda und Gaiole
in Chianti verteilt waren. Die Gutshöfe wurden nach dem traditionellen Halbpachtsystem
geführt. Gegen
Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahre 1892, wurde der Besitz
vom Baron Giorgio Sonnino erworben, dem Bruder von Sidney, der 1906
und 1909 Kabinettspräsident war. Baron Sonnino, mit abgeschlossenem Wissenschaftsstudium
an der Universität Pisa, residierte in San Miniato bei Florenz und wurde schließlich
im Jahre 1868 Reichssenator. Die in der Villa befindlichen Bücher und Dokumente
geben Aufschluss über sein weitreichendes Interessengebiet: von der Landwirtschaft
zur staatlichen Finanz, von der Handelsmarine zu den afrikanischen Auseinandersetzungen,
hauptsächlich über die Kolonie Eritrea. In diesem Zeitraum begann auch der enorme
Wachstum des Guts, welches sich über insgesamt 650 Hektar ausdehnte. Die Jahresdurchschnittsproduktion
des Chianti-Weines lag bei über 2.300 Hektolitern Wein, der ganz besonders auf
Grund seiner Robustheit, Feinheit und Lagerung geschätzt wurde.
Zwischen
1914 und 1919 wurde im Auftrage von Sonnino die Fassade der Villa nach einem Projekt
des florentinischen Architekten Ludovico Fortini verschönert. Es wurden die 4
Dekorationskörper im zentralen Teil der Villa angebracht, die Tragebalken sowie
die Ebenen an den Fenstern des Adelsstockwerks und die große Treppe mit Zugang
von 2 Seiten. Bleibt noch die kleine Renaissancekapelle aus dem 16. Jahrhundert
im Neo-Renaissancestil, welche auf dem Tragebalken das Jahr 1584 trägt. Sie war
ursprünglich als Familiengrab der Sonninofamilie entstanden und der florentinischen
heiligen Maria Magdalena de' Pazzi (1566-1607) gewidmet, die eine der wichtigsten
und verehrtesten Heiligen des Katolizismus war.
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